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Wege in die Sichtbarkeit

Aktualisiert: 2. Aug. 2023


Mein Weg über das Theater in die Sichtbarkeit
Wege in die Sichtbarkeit

Wenn wir als ganz kleine Menschenwesen beispielsweise gelernt haben, dass es am sichersten für uns ist, unsichtbar zu sein, dann leben wir diese Überlebensstrategie auch als Erwachsene (es sei denn, wir haben diese Energien bereits auflösen können). Die Suche nach Bindung, Verbindung, Verbundenheit liegt nahe bei Null.

Doch tief in unserem Inneren haben wir eine große Sehnsucht danach, (endlich) gesehen zu werden. Wahrgenommen zu werden mit unseren (kindlichen) Bedürfnissen. Teil einer schützenden Gemeinschaft zu sein.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl in dir. Oder du hast es vielleicht verdrängt? Oder aber du gehörst zu den Menschen, deren Bedürfnisse als Kind liebevoll gestillt wurden.

Und selbst dann: Die Wahrscheinlichkeit, dass wir “die perfekte Kindheit” erlebt haben, ist gering. Mehr noch: Es ist unmöglich. Niemand kann einen anderen Menschen, ein Kind, vor Erfahrungen schützen, die Spuren hinterlassen.


So haben wir alle unsere Strategien und Reaktionen in der (frühen) Kindheit entwickelt: Das ist Teil unseres Lebens, unseres Seins. Und solange wir gut damit klarkommen, sie uns später im Leben keine Probleme bereiten, ist auch alles (...) gut.

Doch sollte uns bewusst sein, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit (je)den erfahrenen Bindungsstil an unsere Kinder weitergeben.


Ich spüre diesen großen Drang in mir, mich auszudrücken. Oder genauer gesagt: Es gibt einen Teil in mir, der das gerne möchte - der Rest in mir findet diesen Drang (lebens-)gefährlich, furchteinflößend, bedrohlich. Er möchte lieber dort bleiben, wo es am sichersten ist: in der Dunkelheit, im Versteck, in der Unsichtbarkeit.


Wege in die Sichtbarkeit
Wege in die Sichtbarkeit

Die Aufgabe ist nun, Schritte zu gehen, die alle Anteile mitgehen können. Jeden Anteil wahrzunehmen und seine Bedürfnisse zu respektieren. Einen gemeinsamen Weg zu finden.

Die Anteile-Arbeit hat mich meine Anteile kennenlernen lassen. Manche besser, andere eher nur ein wenig. Die, die Traumaenergie in sich tragen, sind wie alle anderen herzlichst willkommen. Sie gehören zu mir - und dürfen heilen, während ich mit meinen ressourcenreichen und mit den verletzten Anteilen arbeite. Achtsam und wohlwollend und traumasensibel.


Um neue Erfahrungen zu sammeln, um Sicherheit in der Sichtbarkeit und in der Gemeinschaft zu erleben, probe ich (ohne einen Hauch von Vorkenntnissen) seit Ende 2022 in zwei Theatergruppen. Im Frühling und im Sommer 2023 werden jeweils die Vorstellungen stattfinden, an denen auch ich beteiligt sein werde. Denn zu meiner "Entsetzens-Freude" habe ich in beiden Produktionen Rollen bekommen.

Ich wachse an dieser Herausforderung. Ich werde ruhiger und sicherer. Aber es braucht Zeit - Zeit, die ich mir und allen Anteilen in mir gebe. Ich bin im Moment einfach nur dankbar dafür, dass ich dieses Abenteuer erleben darf. Und denke noch nicht an Generalproben und Aufführungen ...

Wer in seinem Leben ändern möchte, was in der Kindheit in ihm geprägt wurde, hat einen Weg vor sich. Einen wundervollen, spannenden, herausfordernden Prozess voller Abenteuer und Überraschungen, Tränen und Lachen.

Jeder Weg ist anders, individuell. Und niemand muss (bewusst) traumatisiert sein, um vom traumasensiblen Begleiten zu profitieren - denn dieser Ansatz fördert für jeden Menschen die Heilung und ermöglicht ihm eine bessere Lebensqualität.

Menschen auf ihren Wegen, während ihrer Prozesse, zu begleiten, und das auf eine traumasensible Art und Weise - das bin ich. Das ist "Traumasensibles Coaching".

Alles Liebe von mir für dich
Alles Liebe von mir für dich







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